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Ich gehe die Strasse entlang Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig Ich falle hinein Ich bin verloren...Ich bin ohne Hoffnung Es ist nicht meine Schuld Es dauert endlos, wieder herauszukommen. Ich gehe dieselbe Strasse entlang Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig Ich tue so, als sähe ich es nicht Ich falle wieder hinein Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein Aber es ist nicht meine Schuld Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen. Ich gehe dieselbe Strasse entlang Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig Ich sehe es Ich falle immer noch hinein...aus Gewohnheit Meine Augen sind offen Ich weiss, wo ich bin. Es ist meine eigene Schuld Ich komme sofort heraus. Ich gehe dieselbe Strasse entlang Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig Ich gehe darum herum. Ich gehe eine andere Strasse. aus: Sogyal Rinpoche: Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben Barth-Verlag, 1984 Geschichte einer ZugfahrtDann erzählte er, wie er einmal auf einer Bahnfahrt im oberen Bett eines Liegewagens die Nacht verbrachte. Es war ihm unmöglich einzuschlafen, da von unten her ein ständiges Stöhnen an sein Ohr drang: "Ach, bin ich durstig...ach, bin ich durstig....!" Da das Stöhnen kein Ende nehmen wollte, sondern im Gegenteil immer lauter wurde, kletterte der Meister schliesslich die Leiter hinunter, ging durch den ganzen Zug zum Speisewagen, kaufte zwei Becher Bier, ging den langen Weg zu seinem Abteil zurück und reichte dem geplagten Mitreisenden die beiden Becher. "Hier ist etwas zu trinken!" "Wunderbar, Gott sei Dank!" Der Meister stieg die Leiter hinauf und streckte sich mit einem Seufzer aus. Kaum hatte er die Augen geschlossen, hörte er es von unten stöhnen: "Ach Gott, war ich durstig...ohweh, war ich durstig!" |